Toxische Bananen

 Chiquita und die geschundenen Körper

Noch bevor die Sonne den feuchten Nebel an der Südküste Guatemalas durchbricht, erwacht die Bananenplantage im Morgengrauen zum Leben. Auf den Plantagen, die im Auftrag von Chiquita durch Subunternehmen betrieben werden, schlängeln sich Landarbeitende mit ausgemergelten Gesichtern zwischen den Bananenstauden hindurch. Ihre Gummistiefel versinken im schwarzen Schlamm. Am Gürtel tragen sie scharfe Macheten. Sie alle wissen, dass es ein langer Arbeitstag wird: zehn bis zwölf Stunden, für wenig Geld. Oft verdienen sie nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn.

José Maldonado* reibt sich die Unterarme. Das Jucken kommt von den ausgebrachten Pestiziden. Er sagt nicht viel, aber seine knorrigen Hände sprechen für ihn. Die jahrelange Arbeit hat etliche Narben hinterlassen, eine Wunde ist gar noch offen. «Der menschliche Körper ist keine Maschine», flüstert er und zeigt seine letzte Lohnabrechnung: 1198 Quetzal, das sind netto knapp 105 Franken für zwei Wochen Arbeit. Und 35% weniger, als der nationale Mindestlohn in der Landwirtschaft vorschreibt.

Im Schatten der Bananenstauden senkt José den Blick. Seine Geschichte ist verwoben mit der Geschichte dieser Region und der Menschen, die das Land bewirtschaften. Seine Brüder Rogelio* und Luis* verrichten die gleiche Arbeit, atmen die gleichen Chemikalien ein und verdienen nach zwei Wochen genauso wenig. Die Familie Maldonado lebt für die Bananenindustrie – und leidet gemeinsam an den gesundheitlichen Folgeschäden.

Das Land des grünen Goldes

Aufgrund des Klimas der Gewalt, das auf den Plantagen im Süden Guatemalas herrscht, haben wir die meisten Erfahrungsberichte anonymisiert.

Aufgrund des Klimas der Gewalt, das auf den Plantagen im Süden Guatemalas herrscht, haben wir die meisten Erfahrungsberichte anonymisiert.

Im November 2025 bereist Public Eye Guatemala. Von der Hafenstadt Puerto Barrios im Nordosten bis nach Puerto San José, im Süden des Landes. Ziel ist, die Arbeits- und Lebensbedingungen auf den Plantagen des Konzerns Chiquita, der seit 2008 im Kanton Waadt ansässig ist, und jenen seiner Subunternehmer zu dokumentieren.

Am Rande der Bananenplantagen und in behelfsmässigen Unterkünften spricht Public Eye mit Dutzenden Menschen, die Bananen pflücken, mit Pestiziden behandeln, entblättern, verpacken und versiegeln. All diese Tätigkeiten erfolgen sowohl direkt für den Chiquita-Konzern als auch für seine zahlreichen Subunternehmer an der Südküste des Landes, wo Public Eye viele Produktionsstandorte ausfindig machen konnte. Überall zeigt sich das gleiche Bild. Die Menschen berichten von extremer Müdigkeit, unzureichenden Löhnen, ungeschützter Exposition gegenüber Chemikalien, Einschränkungen der Gewerkschaftsfreiheit. Dies, obwohl im Süden, wo die schlimmsten Bedingungen beobachtet wurden, sämtliche besuchten Plantagen von der Rainforest Alliance zertifiziert sind: Das Label dieser US-amerikanischen NGO soll eigentlich die Biodiversität sowie die Rechte und die Sicherheit der Mitarbeitenden schützen.

Frühere Reportage lesen:
Solange der Preis stimmt: Chiquitas Geschäfte in Ecuador und die Arbeitsbedingungen in den Plantagen

Die Recherche von Public Eye zeigt: Landarbeitende auf Bananenplantagen werden massiv ausgebeutet, ihre Grundrechte werden verletzt, und ihre Arbeitsbedingungen verstossen gegen internationale Normen (bspw. den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte oder die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation, die auch die Schweiz unterzeichnet hat). Guatemala ist geprägt von Armut, Drogenhandel, grossen Problemen im Strafvollzug und systemischer Gewalt. Auf den Plantagen herrschen Angst und Misstrauen. José Maldonado bringt es auf den Punkt: «Hier kann niemand Nein sagen. Du musst die langen Arbeitszeiten und die Chemikalien auf der Haut ertragen, sonst bist du deinen Job los.» Um die befragten Personen vor Entlassungen und Misshandlungen zu schützen, hat Public Eye die meisten von ihnen sowie die Betriebe, in denen sie beschäftigt sind, anonymisiert.

Was die Brüder Maldonado erzählen, ist kein Einzelfall. Im Süden des Landes konzentrieren sich 85% der Arbeitsplätze in der Bananenindustrie. Subunternehmen, welche die Plantagen im Auftrag von Chiquita bewirtschaften, setzen auf junge, isolierte und gewerkschaftlich schwach organisierte Arbeitskräfte. Diese wehren sich nicht gegen belastende Arbeitsbedingungen und Überwachung. Die Banane ist hier das grüne Gold, das die Wirtschaft der ganzen Region antreibt. Zu Goldgelb reift die Frucht selten vor Ort.

Mit unserer Reportage tauchen wir ein in Plantagen, in denen die Weltwirtschaft auf das Schweigen von Institutionen trifft, die sich oft mitschuldig machen. In denen Tausende beinahe unsichtbar schuften. Und wo die Geschichte Guatemalas noch immer mit der Machete geschrieben wird, zwischen Schweiss, Pestiziden und Medikamentencocktails.

«La bomba» als Aufputschmittel

In Puerto San José, einer kleinen Stadt an der Pazifikküste, empfängt Pater Leonel in seiner Pfarrei diejenigen, die es noch wagen, zu sprechen. Er erzählt von erschöpften Arbeitern, besorgten Familien, jungen Menschen, die zwei Wochen lang verschwinden, um auf den Plantagen im Süden zu arbeiten: «Sie kamen in die Kirche. Zuerst wegen Gott... dann fingen sie an zu reden. Immer wieder.» Der Pater legt seine Hände auf das Pult. In diesem Teil Guatemalas ist die Angst allgegenwärtig: «Man weiss nie, mit wem man spricht. Viele fürchten nicht nur um ihren Arbeitsplatz, sondern auch um ihr Leben.»

Pater Leonel sagt von sich, er sei ein «Vermittler, kein Unruhestifter». Er will «das Soziale aus der Sicht des Glaubens beleuchten und beeinflussen». Prompt wurde ihm der Zugang zu einer kleinen Kirche in der Nähe einer Plantage verwehrt. «Die Türen sind immer verschlossen», meint er. In einer Region, in der die Agrarindustrie dominiert, kann ein Priester zur Bedrohung werden, wenn er denen eine Stimme gibt, die selbst keine haben.

In diesem Land voller versteckter Gefahren äussert sich Pater Leonel vorsichtig: «Aquí en San José todo se resuelve con la muerte. » Hier wird alles durch den Tod geregelt.

In diesem Land voller versteckter Gefahren äussert sich Pater Leonel vorsichtig: «Aquí en San José todo se resuelve con la muerte. » Hier wird alles durch den Tod geregelt.

Von seiner Pfarrei in Puerto San José aus hat Pater Leonel ein offenes Ohr für die Ausgebeuteten der Bananenindustrie.

Von seiner Pfarrei in Puerto San José aus hat Pater Leonel ein offenes Ohr für die Ausgebeuteten der Bananenindustrie.

Gewalt im Schatten der Bananenplantagen

Rund um die Häfen von Puerto Quetzal und Puerto Barrios im Süden Guatemalas wechselt die Angst ihr Gesicht. Die Logistikzentren ziehen Schmuggler und kriminelle Netzwerke an. In den letzten Jahren wurden immer wieder Kokainladungen beschlagnahmt, die in Bananenkisten versteckt waren. Die Agrarkonzerne stellen sich als Opfer dieses Schmuggels dar. Manche Gewerkschafter*innen sind jedoch der Meinung, die ganze Lieferkette müsste «von Anfang bis Ende» gesäubert werden.

Die Angst gründet aber auch in der langen Geschichte der gewerkschaftlichen Unterdrückung. In Guatemala erinnert sich die Arbeiterbewegung noch immer an den Plan Sacapa: Das geheime Programm, das am Ende des Bürgerkriegs (1960–1996) entwickelt wurde, sollte die Gewerkschaften in strategisch wichtigen Sektoren zerschlagen. Das Dokument zum Plan, das lange Zeit geheim gehalten wurde und von Public Eye eingesehen werden konnte, wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Armee, Geheimdienst und bestimmten Unternehmen erarbeitet.

Von 2004 bis 2024 wurden in Guatemala nicht weniger als 110 Gewerkschafter*innen ermordet, oft bei gezielten Angriffen durch bewaffnete Männer auf Motorrädern. Im Oktober 2023 wurde eine Arbeiterin einer Tochtergesellschaft des US-Konzerns Del Monte, die einen zweitägigen Streik organisiert hatte, beim Verlassen einer Plantage erschossen. Die meisten dieser Verbrechen werden nie aufgeklärt.

Viele Arbeiter*innen kommen aus Cobán, einer indigenen Stadt im Hochland, zehn Autostunden von Puerto San José entfernt. Abgeschnitten von ihren Communitys, ohne Information und Unterstützung, akzeptieren sie die Bedingungen der Plantagen. Seit Nichtregierungsorganisationen, die von der US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit USAID finanziert waren, ihre Arbeit einstellen mussten, gibt es noch weniger Hilfe. In der Not macht sich seit einigen Jahren eine illegale, gefährliche chemische Krücke breit.

Im Laufe der Wochen bekommen wir es immer wieder zu hören: «la bomba». Es ist eine selbstgemachte Mischung aus Tramadol – einem Schmerzmittel aus der Familie der Opioide –, aufgelöst in Raptor, einem Energy-Drink. «Damit es schneller einfährt», erklärt Pedro*, ein junger Mann, der unter den härtesten Bedingungen gearbeitet hat. Der explosive Cocktail unterdrückt den Hunger, mindert die Müdigkeit und sorgt für ein künstliches Wohlbefinden. Um durchzuhalten, konsumieren die Arbeiter bis zu sieben davon pro Tag. «Es gibt einem das Gefühl, dass dein Körper weitermachen kann», fasst Pedro zusammen.

Tramadol zirkuliert unter der Hand und wird von erfahrenen Arbeitskollegen verkauft, die dafür zuständig sind, die Medikamente zu beschaffen und zu verteilen. Die Vorgesetzten behaupten, nichts davon zu wissen, sagt Pedro. Aber die Arbeiter*innen sagen alle dasselbe: «Ohne die Bomba würden viele nicht durchhalten.» Angesichts der Arbeitsrhythmen, der Hitze und der fehlenden Pausen ist der Cocktail überlebenswichtig geworden. Ein alltägliches Rauschmittel in den Bananenplantagen.

Die Folgen dürften schwerwiegend sein. In einem langen Artikel von Oktober 2024 dokumentiert das guatemaltekische Investigativmagazin «No Ficción» eine Epidemie, die weitgehend unbemerkt die gesamte Südküste heimsucht: Chronische Niereninsuffizienz ist heute eine der Haupttodesursachen in der Region. Die Gründe sind umstritten, aber viele Fachleute halten die Arbeit in der Agrarindustrie für einen entscheidenden Faktor. Tatsächlich zeigen Gesundheitsdaten einen Anstieg chronischer Nierenerkrankungen im Departement Escuintla, wo auch Puerto San José liegt: An der Pazifikküste, wo nur etwa ein Zehntel der Bevölkerung lebt, sterben überproportional viele Menschen an diesen Krankheiten.

Wissenschaftliche Studien und Beobachtungen von medizinischen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen bestätigen den Anstieg von Nierenschäden bei Landarbeitenden, obwohl sie keinen direkten Zusammenhang mit Tramadol herstellen. Eine Studie, die unter guatemaltekischen Arbeiter*innen durchgeführt wurde, schätzt die Prävalenz von Nierenerkrankungen unbekannter Ursache auf etwa 3%. Im Bananensektor sei die Rate noch höher. Vor Ort denken viele, dass die körperlichen Beschwerden der Erntehelfer – Ohnmachtsanfälle, Übelkeit, teils Todesfälle – mit der extremen Hitze, den Süssgetränken, der Arbeit unter Zwang sowie der Bomba zusammenhängen.

Der Fluch aus der Luft

Public Eye trifft die Brüder Maldonado erneut, diesmal vor ihrer Haustür. Im Süden Guatemalas wird der Körper nicht nur durch Arbeitsrhythmen oder Aufputschmittel zermürbt. Auf den Plantagen wirkt ein weiteres Gift, fast unsichtbar, aber allgegenwärtig, Woche für Woche aus der Luft versprüht.

Neben José steht sein Bruder Rogelio und schweigt. Sein Blick ist in die Ferne gerichtet, als sähe er noch immer die kleinen Flugzeuge über den Bananenstauden kreisen, die Mancozeb versprühen. Auf den Tausenden Hektar Bananenplantagen Guatemalas ist das Fungizid allgegenwärtig: Es ist die Hauptwaffe gegen die Schwarzfleckenkrankheit, eine Pilzerkrankung, welche die Ernten des kostbaren «grünen Goldes» vernichtet.

Ein Schild vor einer Bananenplantage warnt vor Agrochemikalien und verbietet den Zutritt.

Ein Schild vor einer Bananenplantage warnt vor Agrochemikalien und verbietet den Zutritt.

Für die Arbeiter ist es eine tägliche Bedrohung. «Sie fliegen sehr tief, und das gelbe Pulver fällt direkt auf uns herab. Manchmal schaffen wir es, zu unserem Schutz ein Bananenblatt abzuschneiden, aber das reicht nicht», sagt Rogelio, der Älteste der Maldonado-Brüder, die alle bei Subunternehmen von Chiquita beschäftigt sind. Kein Unterbruch, keine Warnung: Die Arbeiter schneiden weiter, laden weiter, ziehen weiter an den Bananenbüscheln auf der Transportseilbahn. Manchmal, erklärt er, überrascht sie der saure Regen gar beim Mittagessen, das sie unter den Stauden einnehmen. Der chemische Nebel dringt in ihre Kleidung, ihr Essen und ihre Poren ein, getragen von der schweren Luftfeuchtigkeit im Süden Guatemalas.

In diesem Interview-Auszug berichtet Rogelio Maldonado davon, wie er Pestiziden ausgesetzt ist:

Mancozeb wurde 2020 in der Europäischen Union bzw. 2021 in der Schweiz verboten; der Stoff gefährde die menschliche Fortpflanzung und störe das Hormonsystem von Mensch und Umwelt. Studien haben gezeigt, dass die Exposition gegenüber dem Fungizid zudem zu Fehlbildungen des Gehirns beim Ungeborenen führt. Mancozeb wird von den europäischen Behörden auch als vermutlich krebserregend betrachtet.

Dennoch verkaufen zahlreiche Unternehmen, darunter der Basler Agrochemiekonzern Syngenta, das Produkt weiterhin in Ländern wie Guatemala, wo die Vorschriften schwächer sind. 180 Tonnen davon hat zum Beispiel der bulgarische Konzern Agria im Jahr 2024 laut einem Bericht von Public Eye aus Europa nach Guatemala exportiert.

Fungizide werden aus der Luft versprüht, oft direkt über den arbeitenden Bananenpflückern. Mancozeb wird mit einem hohen Risiko für Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht.

Fungizide werden aus der Luft versprüht, oft direkt über den arbeitenden Bananenpflückern. Mancozeb wird mit einem hohen Risiko für Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht.

Ein Sprecher von Syngenta erklärt, man arbeite «unter vollständiger Einhaltung der lokalen Gesetze und Vorschriften». Zudem sei Syngenta mit einem einstelligen Marktanteil bei Fungiziden lediglich ein mittelgrosser Akteur im Bananensektor und sein Mancozeb-Produkt Ridomil Gold «nicht für den Einsatz in Bananenplantagen in Guatemala zugelassen». Weiter betont der Sprecher, die tropische Landwirtschaft unterscheide sich grundlegend von der in Europa, weshalb die Massnahmen im Pflanzenschutz den lokalen Gegebenheiten entsprechen müssten.

Im Kampf gegen die Schwarzfleckenkrankheit wird Mancozeb nach wie vor häufig eingesetzt. So hat die Zertifizierungsstelle der Rainforest Alliance eine Ausnahmegenehmigung für den Einsatz auf guatemaltekischen Plantagen bis zum 31. Dezember 2028 erteilt; es sei «dringend nötig, die Krankheit zu bekämpfen».

Auf den Bananenplantagen Guatemalas ist der Einsatz von Fungiziden keine punktuelle Angelegenheit, sondern eine permanente Massnahme. Kleinflugzeuge sprühen Mancozeb ein-, zwei- oder dreimal pro Woche, das ganze Jahr über. Im Dokumentarfilm «Banana Land: Blood, Bullets and Poison», der 2014 die unheilvolle Geschichte der Bananenindustrie in Lateinamerika nachzeichnete, berichtet ein Forscher: Ecuadorianische Piloten geben an, während bestimmter Flüge aufgrund der Dämpfe des Fungizids kurz das Bewusstsein verloren zu haben oder in ihren kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt gewesen zu sein. Offiziellen Statistiken zufolge sind zwischen 2012 und 2025 in Guatemala 43 Sprühflugzeuge abgestürzt, hauptsächlich im Departement Escuintla – das sind durchschnittlich drei Abstürze pro Jahr. Als Ursache wird in den Berichten teils ein rätselhafter «situativer Bewusstseinsverlust» des Piloten genannt.

Mancozeb ist nur eines der Produkte, die auf den Plantagen verwendet werden. Weitere Fungizide, Herbizide und Insektizide werden während des gesamten Anbauzyklus aus der Luft, mittels Rückenspritzen aber auch auf den Boden ausgebracht. Auf seiner guatemaltekischen Website listet Syngenta 18 Pestizide für den Bananenanbau auf. Acht davon enthalten Wirkstoffe, die heute in der Schweiz und in der Europäischen Union aufgrund der Risiken für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt verboten sind. Auf den Plantagen im Süden Guatemalas werden diese Produkte jedoch weiterhin routinemässig eingesetzt, wobei die Arbeiter in direkten Kontakt mit ihnen kommen.

Auf die Sekunde getaktete Abläufe

In den Bananenplantagen werden weder Risiken noch körperlicher Verschleiss oder die Exposition gegenüber Giftstoffen vergütet. Bezahlt wird pro Stück – was der Körper noch leisten kann. Das Lohnsystem ist kein Geheimnis, sondern ein unerbittlicher Mechanismus: Für die Arbeitgeber ist es ein Instrument der Effizienz, für die Arbeiter*innen eine Falle, die sie zur Erschöpfung treibt. Der «trabajo a destajo» – der Akkordlohn – bestimmt jede Minute des Tages, unabhängig von den Wetterbedingungen.

In Puerto Barrios im Nordosten des Landes werden die neun umliegenden Plantagen direkt von Chiquita kontrolliert. Hier verdienen die 2700 Beschäftigten (davon 20% mit befristeten Verträgen) kaum einen Quetzal mehr pro Tag als den Mindestlohn – vorausgesetzt, sie erreichen genau definierte Leistungsziele. Diese sind in einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) festgehalten, den Public Eye einsehen konnte.

Für die Erntehelfer gilt eine einfache Regel: Gemäss GAV haben sie 14 Sekunden Zeit, um einen Bananenbüschel abzuschneiden. In Dreiergruppen müssen sie täglich rund 350 Bananenbüschel an Seilbahnen aufhängen, welche die 2069 Hektar grossen Plantagen verbinden, erklärt ein Gewerkschafter. «Wir unterstützen uns gegenseitig, so gut es geht», berichtet ein Erntehelfer, «denn wenn einer von uns langsamer wird, verdient die ganze Gruppe weniger.»

Dann ist ein anderer Arbeiter dran, der Seilzieher: Er ist an der Taille mit der Seilbahn verbunden und zieht 20 aufgehängte Büschel aufs Mal vorwärts zur Verarbeitungsanlage, wo die Früchte sortiert und mit dem Chiquita-Siegel gekennzeichnet werden. Der GAV legt fest, dass er 250 Meter in 2,7 Minuten zurückzulegen hat. Er muss also durchschnittlich 1,56 Meter pro Sekunde schaffen, während er eine halbe Tonne Bananen der Seilbahn entlang zieht. An manchen Tagen kann die Strecke bis zu 5 Kilometer betragen, und diese müssen in 53,4 Minuten zurückgelegt werden.

Der Seilzieher legt kilometerlange Strecken zurück und zieht an seinem Gürtel Hunderte von Kilogramm Bananen.

Der Seilzieher legt kilometerlange Strecken zurück und zieht an seinem Gürtel Hunderte von Kilogramm Bananen.

In der Verpackungsanlage arbeiten viele Frauen. Auch sie haben Produktionsziele: 390 Kisten pro Tag und Person laut GAV, also etwa 17 Tonnen Bananen, die verarbeitet werden müssen. «Wir dürfen nicht gehen, bevor wir fertig sind, oft erst um 20 Uhr abends», erzählt eine Verpackerin.

Auch in den Bananenverpackungsstationen gilt dasselbe Regime: «Alle werden individuell überwacht und gerügt, wenn sie zu langsam sind», schreibt ein Forscher der Universität des Staats Pennsylvania (Penn State) in einem 2021 veröffentlichten Bericht. Gemäss der Arbeitnehmervereinigung verletzt eine solche Arbeitsorganisation die individuelle «Produktionskapazität», ein Konzept, das in der guatemaltekischen Sozialgesetzgebung verankert ist. Der Bericht kommt zum Schluss: «Werden die Arbeitnehmenden zu einem Produktionstempo gedrängt, das über das Mass hinausgeht, das ein vernünftiger Mensch als menschlich möglich erachten kann, stellt dies einen Verstoss gegen die Normen der sozialen Sicherheit in Guatemala dar.»

Wer bei Chiquita seine Leistungsziele übertrifft, kann etwas mehr als den Mindestlohn verdienen. Manuel Rivas sieht das positiv: Der Präsident der Gewerkschaft Colsiba, die die neun umliegenden Plantagen abdeckt, begrüsst die gewerkschaftlichen Fortschritte, die nach langem Kampf erzielt wurden. Auch wenn diese «die Inflation von 4 bis 5% pro Jahr nicht kompensieren», wie er einräumt. «Wir schulden der werktätigen Klasse mehr als das.»

Chiquita: ein Jahrhundert der Globalisierung

Bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert baute die Vorläuferin von Chiquita, die United Fruit Company (UFCO), den karibischen Hafen Puerto Barrios aus. Von dort sollten ihre mit Bananen beladenen Kühlschiffe – die sogenannte «Great White Fleet» – in See stechen können.

Zusammen mit Puerto Quetzal ist Puerto Barrios heute ein fester Bestandteil der Logistikkette von Chiquita in Guatemala. In der Verarbeitungsanlage werden die von den Arbeiterinnen vorbereiteten Bananenkisten in Kühlcontainer verladen. Danach werden sie von Lastwagen mit Chiquita-Logo abtransportiert, die in grosser Zahl auf den Strassen des Landes unterwegs sind. Von den Häfen aus werden die Früchte auf die internationalen Märkte verschifft.

Mit 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr ist Guatemala der drittgrösste Bananenexporteur der Welt. Die USA sind mit rund 80% der wichtigste Absatzmarkt. Ein weit geringerer Teil wird über die Niederlande nach Europa transportiert.

 Ein Lohn, der nirgends hinreicht

Bei diesem Lieferanten von Chiquita sind die Drohungen kaum verhüllt: «Denen muss mal ein ordentlicher Schrecken eingejagt werden» oder «Eine nach der anderen werden sie auf den Zuckerrohrfeldern auftauchen» - womit gemeint ist, dass man ihre Leiche dort auffinden könnte.

Bei diesem Lieferanten von Chiquita sind die Drohungen kaum verhüllt: «Denen muss mal ein ordentlicher Schrecken eingejagt werden» oder «Eine nach der anderen werden sie auf den Zuckerrohrfeldern auftauchen» - womit gemeint ist, dass man ihre Leiche dort auffinden könnte.

Im Süden, wo Chiquita stärker auf Subunternehmen setzt, sind die Bedingungen noch härter. Laut der Studie der Universität Penn State ist der Kontrast zwischen den beiden Regionen frappierend: Im gewerkschaftlich organisierten Norden verdienten die Arbeiter*innen im Jahr 2021 durchschnittlich 586 US-Dollar pro Monat und arbeiteten 54 Stunden pro Woche. Im Süden, wo die Gewerkschaften nicht verankert sind, waren es durchschnittlich 308 US-Dollar und 68 Arbeitsstunden. Laut dem Bericht sind dort auch die Arbeitsbedingungen viel schlimmer: kürzere Pausen, häufigere verbale oder sexuelle Übergriffe, ungenügender Schutz und schlechter Zugang zu medizinischen Diensten. Dabei überwachen Zertifizierungsprogramme wie Global G.A.P. und Rainforest Alliance sämtliche Unternehmen, in denen solche Missstände beobachtet wurden: Die Labels sollten eigentlich auch das Wohlergehen und die Sicherheit der Mitarbeitenden gewährleisten.

Public Eye hat Rainforest Alliance konfrontiert und vertraulich die Namen von zwei Betrieben übermittelt, in denen wir besonders schwerwiegende Missstände festgestellt haben. Die Zertifizierungsorganisation betont, dass Audits nicht «alles, überall und jederzeit» aufdecken können und dass kein System zu 100% garantieren kann, dass es in einer Lieferkette keine Verstösse gibt. Rainforest Alliance weist zudem darauf hin, dass seit Inkrafttreten des Standards für nachhaltige Landwirtschaft im Jahr 2020 sowie des Beschwerdemechanismus keine Beanstandungen betreffend den guatemaltekischen Bananensektor eingegangen seien. Im Fall eines privaten Produzenten, der ein wichtiger Lieferant von Chiquita ist und über ein Zertifikat für mehrere Plantagen verfügt, fand das letzte Audit Mitte Februar 2026 statt. Die Ergebnisse werden derzeit noch ausgewertet. «Wir überprüfen aktuell die früheren Audits der betroffenen Plantagen, bei Bedarf werden wir Massnahmen ergreifen», erklärt die Sprecherin der Rainforest Alliance, ohne zum jetzigen Zeitpunkt weitere Details nennen zu können.

Chiquita in Guatemala: Antworten von Rainforest Alliance

Rosalía*, die Public Eye in ihrem Haus empfängt, zeigt ihre letzten vier Lohnabrechnungen. Mit 11.90 Franken pro Tag erhält sie zwar den nationalen Mindestlohn. Seit Monaten stottert sie aber einen Kredit ihres Arbeitgebers ab, eines Subunternehmers von Chiquita. Den Zinssatz kennt sie nicht. Alle zwei Wochen werden ihr zudem Materialkosten (Handschuhe, Maske) abgezogen, wie sie angibt. Das sei illegal, kommentiert ein Gewerkschafter. Obendrauf muss sie noch hohe Mitgliederbeiträge an eine Genossenschaft entrichten. Die undurchsichtigen Abzüge summieren sich alle zwei Wochen auf fast 40 Franken. Auf die Frage, wie sie mit diesem niedrigen Lohn seit drei Jahren leben kann, füllen sich ihre Augen mit Tränen: «Ja, wie kann das gehen? Sagen Sie es mir.»

Bei Chiquita stecken die Bananenbüschel in blauen Kunststoffhüllen, die Insektizide enthalten.

Bei Chiquita stecken die Bananenbüschel in blauen Kunststoffhüllen, die Insektizide enthalten.

Für Rosalías Haushalt in dieser landwirtschaftlichen Region reicht ihr Lohn nicht aus: Der erweiterte Warenkorb mit Grundnahrungsmitteln kostet etwa 290 Franken pro Monat für zwei Personen. Derweil liegt die kumulierte Inflation in Guatemala bei 29% gegenüber 2019, der Zeit vor Corona. Das landwirtschaftliche Einkommen entspricht in keiner Weise dem, was der UN-Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte oder die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation als existenzsichernden Lohn bezeichnen: also ein Einkommen, das ausreicht, um menschenwürdige Lebensbedingungen zu gewährleisten.

Trotz der immer wieder festgestellten Missstände kommt Chiquita seinen Sorgfaltspflichten entlang seiner Produktionskette nicht wirksam nach. Der Konzern stützt sich auf ein Netzwerk von Subunternehmen und vertraglich gebundenen Betrieben. Soziale, gesundheitliche und menschliche Risiken werden damit ausgelagert. Es gibt keine glaubwürdigen Mechanismen zur Prävention, keine unabhängigen Kontrollen oder Entschädigungen für betroffene Arbeitnehmende: Ein Verstoss gegen die Sorgfaltspflichten, die von Unternehmen mit Sitz in der Schweiz erwartet werden. Das in Etoy VD ansässige Unternehmen wollte zu den Fragen von Public Eye nicht Stellung nehmen.

Krake und Bananenrepublik

Die heutige Praxis hat Tradition. Das Wirtschaftsmodell ist lange vor der Ankunft von Chiquita in der Schweiz entstanden, im Schatten der Vorgängerfirma United Fruit Company (UFCO). Ab Ende des 19. Jahrhunderts baute die UFCO eine immense wirtschaftliche und politische Macht in Mittelamerika auf. Sie kontrollierte Häfen, Eisenbahnen, Ländereien, Regierungen und Exporte. Diese private Vorherrschaft über fragile Staaten prägte den Begriff der «Bananenrepublik» für ein Land, das bis heute de facto unter dem Einfluss eines multinationalen Unternehmens steht. Diese Macht erreichte 1954 ihren Höhepunkt: Auf Wunsch der UFCO organisierte die CIA einen Staatsstreich gegen die demokratisch gewählte Regierung von Jacobo Árbenz. Der Nachkomme von Schweizer Einwanderer*innen hatte eine Agrarreform eingeführt, um Land, das die Bananengesellschaft nicht bewirtschaftete, an Bauernfamilien zu verteilen. Der Putsch führte in Guatemala zu grosser Instabilität und von 1960 bis 1996 zum 36-jährigen Bürgerkrieg, einem der längsten und blutigsten in Lateinamerika.

In Zentralamerika ist diese Geschichte nicht nur Vergangenheit. Chiquita setzt lokale Regierungen noch immer unter Druck. Gerne droht das Unternehmen mit Auslagerung der Produktion. In Panama hat Chiquita im Sommer 2025 infolge eines Streiks gegen eine Rentenreform sämtliche 6500 Beschäftigten entlassen. Nachdem die Regierung klein beigeben musste, nahm das Unternehmen – zu Zeiten der UFCO als «Krake» bezeichnet – seine Tätigkeit Anfang 2026 wieder auf. Allerdings setzt es jetzt auf ein «Pachtmodell». Dabei stellt Chiquita lokalen Grossgrundbesitzern Land zur Verfügung, damit diese Bananen anbauen können, die Besitzverhältnisse bleiben jedoch unangetastet. Im Süden Guatemalas führt dieses System, wie Public Eye festgestellt hat, zu einer massiven Prekarisierung der Beschäftigten.

Die Stadt Puerto Barrios wurde vor einem Jahrhundert von United Fruit gegründet, um Bananen an die Ostküste der USA zu exportieren.

Die Stadt Puerto Barrios wurde vor einem Jahrhundert von United Fruit gegründet, um Bananen an die Ostküste der USA zu exportieren.

Dieses einschneidende Ereignis war eine Warnung für ganz Mittelamerika: Chiquita ist bereit, eine ganze Region von heute auf morgen zu verlassen, wenn die Arbeitnehmenden zu viel verlangen. Bereits 2003 hatte die Schliessung von fünf landwirtschaftlichen Betrieben des Konzerns im Norden Guatemalas zu einem Einbruch der Löhne und zur Abwanderung ganzer Familien geführt. Manuel Rivas spricht von einem «gewerkschaftlichen Debakel». Falsche Entscheidungen, sagt er, aber vor allem eine Machtdemonstration des Unternehmens hätten dazu geführt. Seitdem herrscht die Angst. «Wenn Chiquita weggeht, wäre das verheerend», wiederholt der Gewerkschafter. Das mittlere Kader von Chiquita habe die Beschäftigten bereits vor «übertriebenen» Forderungen gewarnt, mit Verweis auf die Massenentlassungen in Panama.

Diese strukturelle Verletzlichkeit war der Rahmen für den globalen Wandel von Chiquita. Anfang der 2000er-Jahre geriet der Konzern in eine Finanzkrise und meldete Insolvenz an. Daraufhin reorganisierte sich Chiquita, verkaufte einen Teil seiner Vermögenswerte in Mittelamerika und verlegte seinen operativen Sitz nach Etoy im Kanton Waadt, wo Stabilität, Steuervorteile und Diskretion geboten wurden. 2014 verliess Chiquita die Börse. Diese Privatisierung reduziert auch die Anforderungen bezüglich Transparenz. In Guatemala mischen sich Besorgnis und Resignation: Die Orte, an denen Entscheidungen fallen, sind immer weiter weg, aber die Konsequenzen bleiben lokal.

Die rote Liste

In solchen Abhängigkeitsverhältnissen wird jede Protestaktion zum Risiko. Gezielte Entlassungen dienen als Warnung. Und wenn ein Arbeitnehmer fällt, fällt er selten allein.

Die Brüder Maldonado arbeiteten vor einigen Jahren alle auf derselben Bananenplantage. Die Existenz der Familie von Landarbeitenden hing von den bescheidenen Löhnen der Bananenindustrie ab. Einer von ihnen nahm an einer Gewerkschaftssitzung teil: nicht, um Mitglied zu werden, erklärt er. Er wollte einfach seine Rechte verstehen. Und er brauchte die 50 Quetzal, die man ihm für seine Teilnahme geboten hatte. Damit wollte er etwas zu essen kaufen und sein Motorrad auftanken. Einige Tage später wurden alle Brüder einzeln zum Chef bestellt und entlassen.

In Puerto Barrios scheint sich die gesamte Wirtschaft der Stadt um die Banane zu drehen.

In Puerto Barrios scheint sich die gesamte Wirtschaft der Stadt um die Banane zu drehen.

José kann es immer noch nicht fassen, dass sein Name dem Arbeitgeber mitgeteilt wurde: «Ich glaube, die Gewerkschaft steckte mit dem Arbeitgeber unter einer Decke.» Sein Nachname steht jetzt auf der sogenannten «roten Liste». Wer auf der gefürchteten, informellen Liste landet, wird nicht mehr angestellt und gilt als «problematisch».

«Mit einem Eintrag auf dieser Liste findet man keine Arbeit mehr in der Bananenindustrie», sagt Pedro. Mit 15 anderen Personen wurde er aus dem gleichen Grund entlassen: wegen der Teilnahme an einer Gewerkschaftssitzung, was ihm sofort als «unerlaubtes Entfernen vom Arbeitsplatz» ausgelegt wurde. Genau wie bei den Brüdern Maldonado.

Einige der Brüder haben trotzdem wieder eine Stelle bei einem unabhängigen Produzenten gefunden, wo sie weiterhin unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Pedro hingegen hat seitdem nie wieder einen Fuss auf eine Plantage gesetzt. Seit seiner misslichen Erfahrung hat er die Lust auf die gelbe Frucht verloren: «Sie sagen, die Banane sei ein Naturprodukt, aber wenn man weiss, was hinter der Produktion steckt...»

Vor dem Eingang seiner Plantage gibt sich der Gewerkschafter Manuel Rivas dennoch optimistisch und zeigt auf eine spärliche Reihe neuer Triebe: «Chiquita investiert weiter. Sehen Sie sich diese Bananenstauden an: In sechs Monaten werden sie Büschel tragen, und in neun Monaten werden die Bananen exportiert.» Das Versprechen einer wachsenden Pflanze ist fragil, in Guatemala wie auch anderswo.

Machen Sie mit uns Druck auf den Konzern!

Chiquita hat seinen Sitz in der Schweiz und die Marktmacht, die Situation sofort zu verbessern. Wir wollen, dass Schweizer Konzerne ihre Verantwortung wahrnehmen und fordern: gesetzlichen Mindestlohn für alle Arbeiter*innen auf den Plantagenarbeiter*innen, Schutz vor Pestiziden und Respektierung der Gewerkschaftsfreiheit!

Machen Sie mit bei der digitalen Demo. Je grösser die virtuelle Menschenmenge, umso grösser der Druck auf Chiquita!

Public Eye - Globale Gerechtigkeit beginnt bei uns

Public Eye setzt sich dafür ein, dass Schweizer Unternehmen ihre Verantwortung zur weltweiten Achtung der Menschenrechte wahrnehmen.

Reportagen wie diese sind nur dank der Unterstützung unserer Mitglieder möglich: Werden Sie Mitglied von Public Eye, und ermöglichen Sie unsere Arbeit für mehr globale Gerechtigkeit!

Impressum

Reportage und Text: Adrià Budry Carbó
Fotos & Videos: Tomás Ayuso / Panos Pictures
Übersetzung: Karin Vogt
Redigat: Romeo Regenass und Robert Bachmann
Infographiken und Webumsetzung: Fabian Lang